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Handball-Vorschau 21./22.01.2012 Drucken E-Mail
Richtungsweisende Partie auf Bamberger Boden
TS Lichtenfels fährt ohne Spielmacher Jonas Scherer zum HCB II

Wie die Bezirksoberliga-Handballer der TS Lichtenfels ihre jüngste Niederlage im Derby mit der HG Kunstadt verdaut haben, wird sich am Samstagabend in ihrer nächsten Aufgabe herausstellen. Außerdem muss die Mannschaft von Uwe Piesker und Uwe Fromme in der Partie beim HC Bamberg II den Ausfall ihres gesperrten Spielmachers Jonas Scherer kompensieren. Wie gravierend sich dieses Manko auf das TSL-Spiel gegen den Tabellenfünften auswirkt, ist die spannende Frage. Ab 19 Uhr gibt es in der Bamberger Berufsschulhalle die Antwort darauf.

Das ist schon ein schwerer Schlag für den Aufsteiger aus der Korbstadt! Vor allem in der Abwehr wird der starke Jonas Scherer an allen Ecken und Enden fehlen. Und nicht nur für dieses Spiel ist der wohl wichtigste Mann im Piesker-Team zum Zuschauen verdammt. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge muss Scherer vier Wochen lang für sein Foul im Derby büßen.

Dies könnte der Mannschaft vielleicht das Genick brechen. Noch vor der Weihnachtspause ließ sie mit ansprechenden Leistungen aufhorchen. Nur der Jahresauftakt vor Wochenfrist gab Anlass zu Kritik. Somit kann nur eine geschlossene, stabile Mannschaftsleistung beim HC Bamberg II zum erhofften und auch benötigten Erfolg führen.

Weiterhin hat die TSL lediglich acht Pluspunkte auf dem Konto stehen gegenüber zwölf „miesen“. Zum Tabellendrittletzten, dem TV Weidhausen, hat Lichtenfels jedoch noch vier Punkte Abstand, zum oberen Nachbarn HaSpo Bayreuth nur einen. Deshalb darf man sich im TSL-Lager durchaus noch berechtigt Hoffnungen auf den gesetzten Klassenerhalt machen.

Gegen die Domstädter haben die Lichtenfelser noch etwas auszubügeln. Zur Erinnerung: Im dramatischen Hinspiel gab die TSL einen sicheren Vorsprung in den letzten zehn Spielminuten noch aus der Hand und überließ dem HCB II mit 23:22 die Punkte. Die damalige Begegnung hatte auch viele Strafzeiten aufzuweisen und vier rote Karten. Man kann davon ausgehen, dass auch in der Domstadt mächtig gekämpft wird. Jeder Lichtenfelser Spieler wird wissen, worum es geht und muss versuchen, an seine Leistungsgrenze zu gehen.

Die Bamberger sind ein sehr gut eingespieltes Team, das viel auf das Spiel mit dem Kreisläufer fixiert ist. Vor allem aber muss der Rückraum des HC II im Visier der Lichtenfelser Verteidigung stehen. Zum einen, um die perfekten Anspiele an den Kreis zu verhindern und zum anderen, weil Sommer, Kustos und Lutter aus der zweiten Reihe sehr gefährlich sind. „Ich hoffe“, so Piesker, „dass meine Jungs den Druck beiseiteschieben können und mit freiem Kopf an ihre neue Aufgabe herangehen“.
Vier Stunden vor dem Männerspiel kommt es um 15 Uhr an gleicher Stelle zum Vergleich der beiden A-Juniorenteams des HC Bamberg und der TS Lichtenfels. Die Mannschaften treffen in der Bezirksoberliga zum ersten Mal aufeinander, wobei der HCB mit zwei Pluspunkten mehr behaftet ist und deshalb als Favorit eingestuft werden muss.

Am Lichtenfelser „Auswärts-Samstag“ kommt auch die TSL-„Zweite“ zum Einsatz. Die Mannen um Christian Goller werden um 17.45 Uhr beim TV Ebern gefordert. Auch sie musste in der Vorrunde ihrem Gegner ganz knapp und unglücklich mit 21:22 den Sieg überlassen. Auf die TSL II lastet jedenfalls kein Druck, denn die Partie wird nicht offiziell gewertet.

Mit der weitesten Fahrt muss sich die männliche B-Jugend der TSL abfinden. TS Schwarzenbach heißt um 13 Uhr ihr Gastgeber in Oberkotzau. Die Werner/Pawlik-Mannschaft reist nicht ohne Hoffnung an und kann – wenn sie die individuellen Fehler minimiert – einen Wiederholungssieg anstreben.

Am Sonntag spielt noch die männliche C-Jugend, die um 14.45 Uhr beim TV Helmbrechts am Anwurfpunkt steht. Für die Hansen-Truppe ist dieser Gegner kein leichter; zumal er auch viele ältere Spieler in seinen Reihen hat.
 
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