Handball-Bezirksoberliga
Männer:
HC Bamberg – TS
Lichtenfels 30:19 (14:9)
Schiedsrichtermacht war
zu groß
19:30 (9:14)-Misserfolg
für Lichtenfelser Handballer / Ersatzgeschwächt
Einig waren sich sowohl die Lichtenfelser Handballer und auch ihr
Gastgeber HC Bamberg mit seinen Zuschauern: An diesem Tag
hätten die TSler niemals einen Punkt in der Domstadt geholt,
da die Piesker-Mannschaft mit dem Schiedsrichtergespann aus
Unterfranken noch zwei Mann mehr gegen sich hatte. Klar mit 19:30
(9:14) waren die Korbstädter am Ende die
„logischen“ Verlierer.
Der Lichtenfelser Co-Trainer Uwe Fromme, selbst Referee, machte seinem
Unmut Luft: „Bamberg konnte sich alles erlauben, für
unsere Fouls gab es ganz schnell „gelb“ bzw.
Zeitstrafen“.
Nun, es war eigentlich kein Wunder, dass die ungleiche Behandlung die
Lichtenfelser geradezu zermürbte. Es hatte – wie
schon so oft in dieser Saison – sehr gut angefangen
für die TSL, die dem Tabellenfünften in der ersten
Viertelstunde gut Paroli bot. Fabian Fleischhauer und der
siebenmetersichere Andreas Kraus hielten das Spiel mit dem 4:4 offen.
Durch ein Tor, bei dem der HC-Werfer „abstand“,
ging der Gastgeber in Überzahl mit 7:4 nach vorne.
Ohne Alexander John (krank), Michael Macheleid (beruflich verhindert)
und Jonas Scherer (Sperre) setzten die dezimierten Gäste
trotzdem auf ein schnelles Spiel. Allerdings stellten sich die HCler
den TSlern im Konter und in der zweiten Welle in den Weg und
provozierten Stürmerfoul. Insgesamt zwölf Mal wurden
den Korbstädtern auf diese Art und Weise der Angriff
weggenommen. Es war nicht sehr schwer für die ebenfalls
konterstarken Bamberger, bis zur Halbzeit ein 14:9 zu markieren.
Mit dem Wiederanpfiff kämpften sich die Lichtenfelser heran.
Mit schönen Kontertoren durch Adrian Goller und aus der
zweiten Reihe von Cornelius John stand es nach 39 Minuten 13:16. Und
wieder waren die Schiedsrichter im Mittelpunkt, als sie den zuvor schon
zweimal behafteten TSL-Spielmacher Andreas Kraus zu diesem Zeitpunkt
die dritte Zeitstrafe und somit „Rot“ verpassten.
Während bei Bamberg mit dem schnellen Außen Stefan
Haupt nun alles klappte, verunsicherten die Entscheidungen der
Schiedsrichter die Gäste immer mehr.
Die TSL scheiterte bei zwei bis drei guten
Einwurfmöglichkeiten, agierte in der
Rückwärtsbewegung zu nachlässig, was der HCB
zum Ausbau seiner Führung nutzte. Kreil, Müller,
Sommer und der nicht aufzuhaltende Haupt setzten Akzente und markierten
das 24:17 (50.). Lichtenfels hatte bis dahin sehr gut in der Abwehr
gestanden. In den letzten zehn Minuten konnte die TSL-Deckung aber
nicht mehr viel ausrichten. Bamberg setzte auf seine
läuferischen Qualitäten und nutzte einen schnellen
Gegenstoß nach dem anderen zum 30:9-Endstand. „Wenn
es für uns normal gelaufen wäre, hätten wir
in Bamberg eine Chance gehabt“ resümierte Fromme
nach dem Abwurf.
HC Bamberg: Kropf/Ohland – Körner, Kreil 6, Sommer
5/2, Haupt 9, Reinfelder, Schadt 4, Götz 2, Müller 4,
Mützel 1, Herold.
TS Lichtenfels: Lutz/Renner – Zapf 1, Rödel,
Fleischhauer 4, Hansen 2, Eckert 1, Goller 2, Kraus 5/4, C. John 2,
Klinger 1, Korte 1.
Schiedsrichter: Drezina, Kloos-Krämer (HSG Volkach).
Zeitstrafen HC Bamberg (2), TS Lichtenfels (7).